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Bulletin März 2008

Markergesteuerte Selektion

Im Zuchtbetrieb entwickeln wir neue Kartoffelsorten, wobei jetzt moderne Techniken eingesetzt werden. Eine dieser Techniken ist die Selektion über molekulare Marker. Das heißt, dass wir auf DNA-Ebene sehen können, ob die gewünschte Eigenschaft (zum Beispiel eine Resistenz gegen eine bestimmte Krankheit) in der Pflanze vorhanden ist. Weil wir hierfür nur ein sehr kleines Stück Blattmaterial brauchen, kann die Selektion schon in einem sehr frühen Stadium stattfinden.

Außerdem wird die Selektion über molekulare Marker anstelle teurer Tests eingesetzt. Jährlich prüfen wir zum Beispiel ein paar Tausend potentielle neue Sorten auf ihre Resistenz gegen Nematoden.

Hierunter steht ein Beispiel, wie die Selektion über Marker stattfindet. Der Pfeil zeigt das Fragment an, das für die Resistenz gegen Nematoden sorgt. In diesem Beispiel haben die Nummern 4, 17, 18, 20, 23, 29, 30 und 31 die Resistenz. Die übrigen Nummern haben die Resistenz nicht.

 

Wenn die Nummern weiter das Programm durchlaufen und vielversprechend aussehen, werden sie zur Verifikation in einer Resistenzprüfung in durchsichtigen Töpfchen getestet. Eine Knolle und 10 Zysten werden in dem Töpfchen gepflanzt und nach 8 Wochen wird entschieden, ob die Nummer resistent oder empfindlich ist.

Dieses Verfahren sorgt dafür, dass der Zuchtungsprozess, der normalerweise für eine Sorte 10 bis 15 Jahre dauert, beschleunigt wird. Auf diese Weise kann die Firma C. Meijer B.V. schneller neue Sorten einführen in den verschiedenen Segmenten, wo sie aktiv ist.

 

 

                       

 

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