Bulletin Juli 2009
DIE EVOLUTION DREHT DURCH
C. Meijer B.V. hat in diesem Jahr mit der Ausstellung DIE EVOLUTION DREHT DURCH das Universitätsmuseum in Utrecht gesponsert. Sie können in diesem Schreiben lesen, was diese Ausstellung beinhaltet.
2009 wurde international als Darwin-Jahr ausgerufen. In dieses Jahr fällt Charles Darwins 200. Geburtstag und vor 150 Jahren publizierte er sein Buch The Origin of Species. Im Rahmen des Darwin-Jahres ist die Ausstellung Die Evolution dreht durch während des Jahres 2009 zu sehen. Die Evolution geht immer, allzeit und überall, weiter wie ein fortdauernd laufender Motor.
Darwin und die Evolution
Im Dezember 1831 durfte er als Forscher und vor allem auch als Gesellschaft für Kapitän Fritz Roy auf dem Schiff “de Beagle” mitfahren, das sich auf eine Weltreise entlang Afrika, Südamerika, Australien und Asien begab. Im Oktober 1836 kam “de Beagle” wieder nach England zurück. Die Forschungen, die er während der Reise betrieb, namentlich seine Entdeckungen in Südamerika und auf den Galapagosinseln, führten letztendlich zu der Publikation seines berühmten Buches am 22. November 1859: On The Origin of Species by Means of Natural Selection, or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life (“Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl oder die Erhaltung von begünstigten Rassen im Kampfe um das Dasein”), später bekannt unter dem verkürzten Titel The Origin of Species.
Die Evolution dreht durch
Die Evolution dreht bereits unaufhaltbar seit mehr als zwei Milliarden Jahren durch. Nicht nur im Regenwald oder Ozean, sondern auch in jedem Hintergarten, bei unserer Nahrungsversorgung und Krankheitsbekämpfung spielt Evolution eine Rolle. Bei Krankheiten wie Aids steht der Mensch selbst mitten in dem Evolutionsprozess. Anhand von vier Vorbildern kann der Besucher erkennen und erfahren, welche Rolle Evolution in unserer direkten Umgebung spielt.
Kartoffeln
Unsere Speisekartoffel-Rassen sind noch immer empfänglich für viele Krankheiten. Sie wurden gezüchtet mit dem Augenmerk auf beispielsweise Geschmack oder Kocheigenschaften und das ist oft schwer zu kombinieren mit Krankheitsresistenz. Ihnen fehlen die genetischen Informationen, um Krankheiten ausschalten zu können. Weil die Kartoffeln einer spezifischen Rasse alles Klone sind, sind diese genetisch identischen Pflanzen deshalb auch alle gleich anfällig. Man spricht dann von einer Monokultur. Vom evolutionären Gesichtspunkt aus sind Speisekartoffeln durch das Fehlen von genetischen Variationen sehr schwach. Namentlich die Kartoffelkrankheit Phytophthora infestans bedeutet ein großes Problem. Die meisten Rassen haben keinen Widerstand gegen diese Krankheit, die komplette Ernten vernichten kann, wenn diese nicht durch chemische Mittel geschützt wurden.Wilde Kartoffelsorten in Südamerika haben eine große genetische Variation und sind viel resistenter gegen Krankheiten. Diese haben dann auch einen durch die Evolution entwickelten Widerstand gegen “Phytophthora”. Wissenschaftler und Kartoffel-Veredler sind ständig damit beschäftigt, weniger anfällige Rassen zu entwickeln. Sie helfen der Evolution ein bisschen, indem sie gezielt Eigenschaften von wilden Kartoffeln in die Speisekaroffel-Rassen mit einbauen. So gibt es nach Jahren der Forschung eine Anzahl von Rassen, die gegen die Kartoffelkrankheit “Phytophthora” resistent sind. Eine dieser Rassen ist Bionica.
Neben Kartoffeln werden auch Themen wie die Kohlmeise und das Zwergnilpferd behandelt, das Virus HIV kommt auch an die Reihe.
Besucher
Bis jetzt haben rund 12 000 Besucher die Ausstellung besucht. Das angestrebte Ziel sind 30 000. Auch viele Schulgruppen haben sich bereits über die Evolution informiert. An der Schule sind sie zuerst mit Lesematerial über die Evolution an die Arbeit gegangen. Die Reihe wurde abgerundet mit einem Besuch der Ausstellung “Die Evolution dreht durch”. Hier kriechen die Schüler in die Haut eines Organismus und erfahren, wie es ihnen in der Evolution ergehen kann.
Die Evolution dreht durch ist bis zum 31. Januar 2010 zu sehen.
Adresse
Lange Nieuwstraat 106
3512 PN Utrecht
T: 030-2538008
www.darwinjaar2009.nl
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