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Bulletin Januar 2008

Libyen ist mit seinen 6 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 1,75 Millionen km2 dünn bevölkert (3,4 Einwohner pro km2). Die Erklärung hierfür ist, dass Libyen zum größten Teil aus Wüste besteht. Der Großteil der Einwohner lebt in der Hauptstadt Tripolis. Zum Vergleich: Die Gesamtoberfläche der Niederlande beträgt 41,5 Tausend km2, wovon 33,8 Tausend km2 aus Land bestehen (487 Einwohner pro km2). Libyens Einkünfte werden hauptsächlich mit der Ölgewinnung erzielt.

Die Anpflanzung von Kartoffeln in Libyen steckt noch in den Kinderschuhen, wenn man die Kartoffelzucht vergleicht mit der in Nordwesteuropa. Durchschnittlich werden ein paar Hektar pro Betrieb angebaut. Pro Jahr wird 2 Mal gepflanzt, im Winter die ‚Winteranpflanzung’ und im Frühjahr die ‚Frühjahrsanpflanzung’. Die Winteranpflanzung startet im September und endet im Dezember. Die Frühjahrsanpflanzung startet Ende Januar und geht bis Ende Mai. Der durchschnittliche Ertrag an geernteten Kartoffeln beträgt 20 t pro ha, doch es gibt auch Betriebe die 40 t pro ha ernten. Die Kartoffelsorte „Spunta“ wird von 99% der Landwirte angepflanzt. Selbstverständlich werden die Kartoffeln mithilfe von Bewässerung angebaut.

Die Landwirte verkaufen ihre Produkte über Händler auf dem lokalen Markt. Es gibt nicht viele Lagerkapazitäten, was bedeutet, dass der Preis für Kartoffeln während der Erntezeit unter Druck gerät. Allmählich werden Lagerkapazitäten geschaffen, wo die Landwirte einen Teil anmieten können um ihre Kartoffeln einzulagern. Das bietet den Landwirten die Möglichkeit ihre Kartoffeln zu verkaufen, wenn die Preise günstiger sind. 

 Kartoffeln auf dem lokalen Markt

Hinsichtlich Libyens sind wir als Meijer aktiv um unsere Sorten dort bekannt zu machen. Das wird jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen, aufgrund der Tatsache, dass die Sorte Spunta’ sehr beliebt ist bei den Landwirten, sowie bei den Händlern und den Endverbrauchern. Die Endverbraucher sind die Knollenform der „Spunta“ gewohnt.

Kartoffelbauern auf ihrem Feld


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