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Bulletin September 2010

Ernte 2010

Welch großen Einfluss das Wetter auf unsere Kartoffeln hat!

Dieses Frühjahr kam spät in Gang. Der Boden fiel gut durch die schöne Struktur; jedoch wurde relativ spät gepflanzt. Aufgrund der niedrigeren Temperaturen kam das Wachstum nur träge in Gang. Es folgte eine warme trockene Periode. In dieser Zeit war die Selektion nicht immer einfach. Im Allgemeinen erlebten wir eine gute Knollenbildung und etwas mehr Schorf als üblich. Die Erträge variieren stark zwischen den einzelnen Sorten, Gebieten und Anbauern. Im Durchschnitt fällt der Ertrag letztendlich niedriger aus, als ausgehend vom Durchschnittswert erwartet wurde.

In der Erntezeit drückte das Wetter dem Ganzen einen deutlichen Stempel auf. Schon alleine die Tatsache, dass wir in der dritten Septemberwoche noch so viele Kartoffelroder bei den Pflanzkartoffeln sehen, sagt viel aus. Das Wetter ist in den Niederlanden bereits seit vielen Wochen wechselhaft. Die Rodung erfolgt schrittweise und mühsam. Als wir am 23. September herumfahren, sehen wir einige Anbauer bei der Arbeit. Das Roden verläuft recht gut, aber einen Tag später steht alles wieder still. Ein paar Regenschauer haben die Suppe (wieder) versalzen.

Nicht nur die Ernte, sonder auch der Markt reagiert auf den Regen. Der Terminmarkt und die Kartoffelpreise auf dem freien Markt stehen im Moment gut. Um verkaufen zu können, ist es allerdings entscheidend, liefern zu können. Die Kartoffeln müssen also gerodet sein. Und gerade die Ernte verläuft so mühsam…

Jurgen und Willem

 

   

 

   

 

 

 

 


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